THÜRINGEN

Fotos: Jan Kobel

BAD KÖSTRITZ und GERA Heinrich Schütz wurde 1685, hundert Jahre vor Johann Sebastian Bach, als Sohn eines Gastwirts in Bad Köstritz geboren. Als er fünf Jahre alt ist zieht seine Familie nach Weißenfels um. Dort entdeckt Landgraf Moritz von Hessen Kassel das musikalische Talent des Jungen und verpflichtet ihn als Kapellknaben an den Kaseler Hof und läßt ihm am soeben gegründeten Collegium Mauritianum eine vielseitige Ausbildung genießen. Schütz studiert zunächst Jura, bevor er von Moritz von Hessen ein Stipendium für ein Musikstudium bei Giovanni Gabrieli in Venedig erhält. Dort trifft er auf Christoph Klemsee aus Arnstadt, dem seine Schwarzburger Herren ebenfalls einen Aufenthalt in Venedig finanzierten.

Ab 1617 diente Schütz bis zu seinem Tod 55 Jahre als Hofkapellmeister in Dresden. Ebenfalls 1617 erstellte Schütz ein umfangreiches Gutachten zur Organisation der Hof-, Schul- und Stadtmusik für Heinrich Posthumus Reuß. 1635 verstarb Reuß in Gera.  Den Ablauf seiner Beerdigung hatte Reuß minutiös vorbereitet. Sein Sarg reich bemalt mit Textpassagen für die Beerdigungsmesse in der  alten Johanneskirche stand bereit. Auf diese Texte komponierte Heinrich Schütz die Musikalischen Exequien.

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